Festgesellschaft: Auch viele Patienten und Angehörige folgten der Einladung des Teams der  Sozialstation Olsberg, um gemeinsam das 40. Jubiläum zu feiern. FOTO: CARITAS BRILON / KAREN MENDELIN

In der Caritas Sozialstation Olsberg hat die Gemeinschaft Tradition. Das zwischenmenschliche Moment wird im Alltag bei den Hausbesuchen buchstäblich gepflegt. Jüngst wurde die Gemeinschaft auch groß gefeiert: Mit 40 Jahre Sozialstation Olsberg war die Einladung zum Jubiläumsfest in der Schützenhalle Bruchhausen überschrieben. Maria Lückmann - Müller, Pflegedienstleitung, begrüßte 185 Gäste zum Jubiläumsfest, darunter viele Patienten und ihre Angehörigen sowie Ehrengäste wie beispielsweise Brigitte Opitz, die als erste Gemeindeschwester am 1. März 1979 ihren Dienst in der neuen Sozialstation Olsberg antrat. Brigitte Opitz, mittlerweile über 80 Jahre alt, war eigens mit ihrem Mann aus Hannover angereist, um das Jubiläum der Sozialstation zu feiern.

„Seinerzeit erbrachten meist Ordensschwestern die Pfllege“, erinnerte Fachbereichsleiterin Karen Mendelin in ihrer Festansprache. Damals wurden auch die Pflegebetten durch die Pflegekräfte transportiert sowie auf- und abgebaut. Anfang der 1980er Jahre wurden drei Patienten gepflegt. Die Sozialstation Olsberg war verwaltungstechnisch eine Nebenstelle der Sozialstation Brilon. Diese Zeiten sind längst vorbei. Das zeigt auch der Blick auf die Patientenzahlen. Vor zehn Jahren wurden bereits 100 Patienten gepflegt und durch die Alltagsbegleitung betreut. Aktuell empfangen 200 Patienten monatlich in 4.000 Hausbesuchen Pflege, Betreuung, Zuwendung, Nähe sowie Hilfe mit Herz, Hand und Verstand.

Allein in der Alltagsbegleitung sind 30 Mitarbeiterinnen für 115 Menschen mit Hilfebedarf in deren Zuhause im Einsatz. Weitere 23 Pflege-Profis helfen, behandeln und pflegen Senioren und Kranke. Für die Verwaltungsaufgaben und die Koordination der Einsatzplanung sind allein drei Vollzeitstellen eingeplant. Darüber hinaus ist die Sozialstation auch Ausbildungsort für angehende und dringend benötigte Pflege-Profis.

Alle Mitarbeitenden der Sozialstation Olsberg bekamen zum Jubiläum und allen voran für ihr Engagement eine Rose überreicht. Ein herzliches Dankeschön richtete auch Pflegdienstleiterin Maria Lückmann-Müller an ihr Team, das sich auch ehrenamtlich für Senioren engagiert, wie bspw. in den alljährlichen Gedenkgottesdiensten oder den Patientennachmittagen. „Und ohne euer Engagement wäre auch unsere Jubiläumsfeier nicht möglich gewesen“, sagte Maria Lückmann-Müller auch mit Blick auf die Frauen der Caritas-Konferenz.

Eingerahmt wurde die Feier durch Musik von Rainer und Friends und humoristisch aufgelockert durch den Überraschungsauftritt von Philomena Unweis alias Uta Weigand. Gottes Segen spendeten beim Gottesdienst Pastorin Sabine Fähnrich und Pastor Ullrich Auffenberg, der von der Musikgruppe For You begleitet wurde. Pastorin Fähnrich stellte ihre Festansprache unter das Leitmotiv: „Danke sagen macht glücklich“. Darüber hinaus blickte sie auf die Anfänge des caritativ - diakonischen Engagements im Land zurück, dessen Wurzeln bereits im 19. Jahrhundert liegen und das vor allem in und nach Not - und gesellschaftlichen Umbruchzeiten besonders benötigt wird.

Dieses führte auch zur Professionalisierung der Hilfen – so auch in Olsberg, wo 1979 die Sozialstation gegründet wurde. „Wie bei einem Kind konnte man dem Wachsen der Station regelrecht zusehen“, sagte Pastorin Fähnrich: „Gab es am Anfang mehr so etwas wie eine Gemeindeschwester, so haben sich in den 40 Jahren immer mehr Spezialisten herausgebildet, die heute oft im Minutentakt versuchen müssen, professionelle Pflege zu leisten und dabei doch den Menschen zu begegnen. Bisweilen ein kaum leistbarer Spagat.“

Frauen der ersten Stunde

Bei der Eröffnung der Sozialstation Olsberg gehörten die Familienpflegerinnen Elisabeth Siebers und Monika Droste zum Team. Die ersten Gemeindeschwestern waren Schwester Maria aus Elpe und Brigitte Opitz. Seit dem 14. Januar 1985 leitet Maria Lückmann-Müller die Sozialstation Olsberg.

Die Stations-Orte:
- Eröffnung der Sozialstation Olsberg am 1.3.1979 in der ehemaligen Apotheke
- 1991 Umzug auf insgesamt 45 Quadratmeter in einige Zimmer des ehemaligen Schwesternwohnheims des St. Josef Hospitals
- Vergrößerung der Station auf 75 Quadratmeter durch Wechsel in das Verwaltungsgebäude am Mühlenweg
- Ab 2004 Umzug in die Bigger Josef-Rüther-Straße in Nachbarschaft des Rathauses

OlsbergWiki - Lebendiges Heimatgedächtnis

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