Gemeinsam wollen Ratsmitglieder, Ortsvorsteher und die Stadtverwaltung die Strategieplanung der Stadt Olsberg weiterentwickeln. Foto: Stadt OlsbergWie wird es in der Stadt Olsberg im Jahr 2030 aussehen? Und was können Politik, Verwaltung, Bürger und Wirtschaft unternehmen, damit es auch dann ein attraktives Angebot an Arbeit, Bildung, Wohnen und Erholung geben wird? – Um Antworten auf diese Fragen zu finden, gibt es in Olsberg seit einigen Jahren den Strategieprozess. Ende Februar hatten sich die Mitglieder des Stadtrates, die Ortsvorsteher sowie das Team der Stadtverwaltung gemeinsam auf den Weg gemacht, um die Strategieplanung weiterzuentwickeln. Unterstützt werden sie dabei von der Demographieberaterin Kerstin Schmidt aus Minden. Sie begleitet den Strategieprozess der Stadt Olsberg bereits seit dem Jahr 2010. Das Ziel:

Zusammen mit Demographieberaterin Kerstin Schmidt moderierte Bürgermeister Wolfgang Fischer den Demographie-Workshop der Stadt Olsberg. Foto: Stadt OlsbergDie Stadt Olsberg muss - wie andere Kommunen in der Region auch - zahlreiche Herausforderungen meistern – zum Beispiel den demographischen Wandel mit immer mehr älteren und immer weniger jüngeren Menschen. Ebenso sind attraktive Rahmenbedingungen Leben, Wohnen und Arbeiten wichtig. Allerdings: Immer knapper werdende öffentliche Kassen engen den Handlungsspielraum ein. „Wichtig ist es deshalb, die Schwerpunkte für die künftigen Jahre zu definieren“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Fischer. Bereits 2011 hatte der Stadtrat einstimmig die strategischen Ziele für die kommenden Jahre definiert – und gleichzeitig klargemacht, dass man die Strategieplanung immer wieder an den tatsächlichen Gegebenheiten neu ausrichten wird.

Das ist passiert: Ratsmitglieder, Ortsvorsteher, sachkundige Bürger und Verwaltung haben die Punkte Bildung, Wirtschaft und Arbeit, Familie von „0 bis 99 plus“, Gesundheit und Tourismus, Mobilität, ökologischer Wandel, Digitalisierung und Breitband sowie Stadt- und Dorfentwicklung ausgemacht, die nun näher untersucht und diskutiert werden sollen. Denn: „Eine Strategie ist niemals etwas Statisches“, erläutert Bürgermeister Wolfgang Fischer, „sie muss ständig überprüft und angepasst werden, wenn sich neue Entwicklungen ergeben.“

Die Digitalisierung sei ein solcher Mega-Trend, der mit seinen Folgen, aber auch seinen Möglichkeiten im Strategieprozess berücksichtigt werden müsse – Wolfgang Fischer: „Es wäre fahrlässig, so etwas zu ignorieren.“ Deshalb sollen nun weitere Workshops mit Ratsvertretern und Ortsvorstehern stattfinden, um die Strategieplanung fortzusetzen. Sie sei als „Kompass“ für das Handeln von Politik und Verwaltung von besonderer Bedeutung – Wolfgang Fischer: „Wenn wir Zukunft hier vor Ort gestalten wollen, müssen wir unsere Herausforderungen konzeptionell angehen.“

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